SOF Truths

 

 

 

1. Humans are more important than hardware.

 

People- not equipment- make the critical difference. The right people, highly trained and working as a team, will accomplish the mission with the equipment available. On the other hand, the best equipment in the world cannot compensate for a lack in the right people.

 

2. Quality is better than quantity.

 

A small number of people, carefully selected, well trained, and well led, are preferable to larger number of troops, some of whom may not be up to the task.

 

3. Special Operations Forces cannot be mass produced.

 

It takes years to train operational units to the level of proficiency needed to accomplish difficult and specialized SOF missions. Intense training- both in SOF schools and units- is required to integrate competent individuals into fully capable units. This process cannot be hastened without degrading ultimate capability.

 

4. Competent Special Operations Forces cannot be created after emergencies occur.

 

Creation of competent, fully mission capable units take time. Employment of fully capable special operations capability on short notice requires highly trained and constantly available SOF units in peacetime.

 

5. Most special operations require non- SOF assistance

 

The operational effectiveness of our deployed forces cannot be, and never has been, achieved without beeing enabled by our joined service partners. The support Air Force, Army and Navy engineers, technicians, intelligence analysts, and the numerous other professions that contribute to SOF, have substantially increased our capabilities and effectiveness troughout the world.

 

 

General a.D. Hans Heinrich Dieter

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 forderten der damalige Bundespräsident Gauck, Verteidigungsministerin von der Leyen und dann auch – sicher nolens volens – der damalige Außenminister Steinmeier, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernehmen und sich fragen müsse, ob es angemessen auf Gefahren und Veränderungen in der internationalen Ordnung reagiere.

 

Heute, Anfang 2018, ist von dieser außen- und sicherheitspolitischen Aufbruchstimmung nichts mehr zu spüren. Deutschland betreibt innen- und sozialpolitische Nabelschau und beschäftigt sich nun schon seit Monaten mit sich selbst. Deutschland als wirtschaftsstarke Mittelmacht und größte Volkswirtschaft der EU hat sich derzeit als Triebwerk für europäische und internationale Entwicklungen offensichtlich verabschiedet.

 

Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, dass Deutschland und die EU schnell wieder voll handlungsfähig werden und die Außen- und Sicherheitspolitik in Europa und auch der Welt in höchst unsicheren Zeiten - zusammen mit der NATO - mitgestalten. Da wir möglicherweise an Ostern noch keine Regierung gebildet haben, fallen wir als verlässlicher Akteur wohl noch für längere Zeit aus. Wir werden an Vertrauen verlieren!

 

Deutschland muss sich in der derzeitigen Situation aber auch ernsthaft fragen, ob es überhaupt international Verantwortung noch tragen will und ob es denn überhaupt international Verantwortung hinreichend tragen könnte.

 

Wenn man das 28-seitige Sondierungspapier der CDU/CSU und der SPD prüft, dann muss man feststellen, dass die Außen- und die Sicherheitspolitik keine deutschen Kernthemen mehr sind. Denn unter der Überschrift „große Fragen unserer Zeit“ wird ein verantwortungsvoller Beitrag der wirtschaftsstarken Mittelmacht Deutschland zur Erhaltung und Festigung des Friedens in Europa und der Welt überhaupt nicht thematisiert.

 

Später heißt es dann immerhin ab Seite 25, „Deutsche Außenpolitik ist dem Frieden verpflichtet. Wir setzen uns für eine dauerhaft friedliche, stabile und gerechte Ordnung in der Welt ein. …Dabei setzen wir auf Diplomatie, Dialog und Kooperation sowie Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen dieses vernetzten Ansatzes bleibt die Bundeswehr ein unverzichtbarer Bestandteil deutscher Sicherheitspolitik.“

 

Anders ausgedrückt heißt das: Wir halten alle Gesprächskanäle offen, knüpfen möglichst viele Gesprächsfäden, vermeiden dabei möglichst das Bilden von Gesprächsfäden-Knäuels und wir machen risikoarm mit – ohne zu wissen, was unsere essenziellen Ziele und unsere außenpolitischen Schwerpunkte sind. Und Streitkräfte haben wir auch noch als politischen Bestandteil, mit dem wir uns aber weder am „Säbelrasseln“ noch an der „Aufrüstungsspirale“ beteiligen wollen.

 

Und zum „sicherheitspolitischen Bestandteil Bundeswehr“ wird ausgeführt: „Wir betonen den Charakter der Bundeswehr als Parlamentsarmee. Damit sie die ihr erteilten Aufträge in allen Dimensionen sachgerecht erfüllen kann, werden wir den Soldatinnen und Soldaten die bestmögliche Ausrüstung, Ausbildung und Betreuung zur Verfügung stellen.“ „Bestmöglich“ ist aber naturgemäß immer abhängig von den finanziellen Mitteln, die das Parlament „seiner Armee“ bewilligt – und da sieht es schlimm aus!

 

Die Bundeswehr wurde in den letzten Jahren nicht nur klein-, sondern kaputtgespart – die Bundeswehr ist unwidersprochen ein „Sanierungsfall“. Flugzeuge und Hubschrauber sind überaltert und bleiben am Boden, die fünf U-Boote der Marine sind nicht einsatzklar, die neuen High-Tech-Fregatten der F125-Klasse sind mängelbehaftet und die Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten entspricht vielfach nicht dem Stand der heutigen Technik. In Afghanistan muss die Bundeswehr inzwischen Hubschrauber anmieten, um den erforderlichen Truppentransport zu gewährleisten. Das sind nur einige wenige markante Beispiele. Dem Wehrbeauftragten des Bundestages, Bartels (SPD), entsprechend ist die Bundeswehr als Ganzes „im Rahmen der kollektiven Verteidigung derzeit nicht einsetzbar“ (FOCUS-Interview). Und er ergänzt, dass sich die Einsatzbereitschaft trotz eines leicht steigenden Etats weiter verschlechtert habe: „Die harte Währung, in der der Erfolg der Ministerin gemessen wird, ist die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Und die ist in den letzten vier Jahren nicht wirklich besser, sondern eher schlechter geworden.“ Die von der Ministerin – viel stereotyp lächelnd und wortreich – propagierten „Trendwenden“ Personal, Rüstung und Finanzen entwickeln sich zum Flop und man kann feststellen, dass die Ministerin sehr wenig erfolgreich agiert hat. Die Bundeswehr ist unter ihrer Leitung nicht nur eingeschränkt einsatzbereit, sondern auch unattraktiv für leistungsfähigen Nachwuchs und deswegen trägt die Ministerin auch für die personelle Unterbesetzung einen nicht geringen Teil der Verantwortung. Bartels: „Wenn sich der Frust der Marinesoldaten herumspricht, wird es noch schwieriger werden, den dringend benötigten Nachwuchs rekrutieren zu können.“

 

Wenn Deutschland in Zukunft eine wehrhafte Demokratie sein will, muss es bereit sein, in Sicherheitskräfte allgemein und in die Bundeswehr insbesondere zu investieren. Und da machen die Zahlen des Sondierungspapiers keine Hoffnung, sondern eher wütend. Die SPD hat offenbar durchgesetzt, dass sich der Verteidigungshaushalt de facto nicht erhöht und somit eine hinreichende Einsatzbereitschaft nicht erreicht werden wird. Für Modernisierung und Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr veranschlagt das BMVg einen Bedarf von 130 Milliarden in den nächsten 25 Jahren, was mindestens vier Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr im Verteidigungshaushalt erfordern würde. Die sicherheitspolitisch offensichtlich unverantwortlich agierenden „Sondierer“ sehen lediglich Mehrausgaben von 2,0 Mrd. Euro in vier Jahren bei Sicherheit und Entwicklung vor. Das ist geradezu lächerlich, macht aber auch tieftraurig. Mit dieser Bundeswehr im derzeitigen Einsatzbereitschaftsstand kann Deutschland sicherheitspolitisch keine internationale Verantwortung tragen!

 

Darüber hinaus werden unsere Partner in der NATO und in der EU feststellen, dass Deutschland auch nicht wirklich und konkret international Verantwortung tragen will, denn unsere stark eingeschränkt wehrhafte Demokratie bleibt weiterhin sehr weit unter der gemeinsamen NATO-Vereinbarung, bis 2024 Verteidigungsinvestitionen in Höhe von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzustreben. Sicherheitspolitischen Maulhelden wird man auf Dauer nicht vertrauen!

Der Personalwerbetrupp stellt vor

Das Kommando Spezialkräfte - kurz KSK - ist im

baden-württembergischen Calw, ca. 30 km südwestlich

von Stuttgart, stationiert. Das KSK wurde 1996 zur

weltweiten Durchführung von Spezialeinsätzen

aufgestellt.

Es gliedert sich in den Stab, die Einsatzkräfte, die

Unterstützungskräfte, den Bereich Ausbildung und den

Bereich Weiterentwicklung. Die Einsatzkräfte sind das

Herzstück des KSK, sie gliedern sich in 4 Kommandokompanien,

eine Spezialkommandokompanie und eine

Spezialaufklärungskompanie. Zu den Aufgaben der

Spezialkommandokompanie gehören u.a. die

Luftunterstützung sowie die Kampfmittelräumung. Die

Spezialaufklärungskompanie wird u.a. zur optronischen

Spezialaufklärung und zur Spezialzielaufklärung

eingesetzt.

Jeder Kommandotrupp besteht aus vier

Kommandofeldwebeln. Jeder hat eine von vier

besonderen Fertigkeiten als Waffen- u. Taktikspezialist,

Spezialist für Pionierwesen, Sanitätsspezialist oder

Spezialist für Fernmelde- und Informationstechnik. Ihre

Aufträge führen sie stets gemeinsam durch –

im TEAM.

Zu den besonderen Aufgaben gehören u.a.:

• Retten und Befreien aus Geiselsituationen

und Gefangenschaft

• Festsetzen von Zielpersonen

• Schutz von Personen und Einrichtungen in

besonderen Situationen

• Gewinnen von Schlüsselinformationen in

Krisen- und Konfliktgebieten

• Kampfeinsätze gegen Ziele mit hoher Bedeutung

• Abwehr von terroristischer Bedrohung

• Zusammenarbeit und Ausbildungsunterstützung in

Aufnahmestaaten

• körperlich leistungsfähig

• teamfähig

• lernwillig

• psychisch belastbar und willensstark

• stressstabil

• verantwortungsbewusst und verschwiegen

Allgemein:

• deutsche Staatsangehörigkeit

• keine Vorstrafen

• charakterlich, körperlich und geistig geeignet

• fallschirmsprungtauglich und fallschirmsprungwillig

• uneingeschränkt außendienstfähig

• Soldat der Bundeswehr in einem aktiven

Dienstverhältnis

Offiziere, Unteroffiziere m.P und Unteroffiziere o.P.:

• Für Offiziere, Unteroffiziere m.P., Unteroffiziere o.P. und

Mannschaften gibt es keine Altersobergrenze für die

Bewerbung.

Zivile Bewerber und Mannschaften:

• Mindestens Realschulabschluss bzw. gleichwertiger

Bildungsstand

oder

• Hauptschulabschluss und abgeschlossene

Berufsausbildung

• Mannschaftssoldaten müssen eine Dienstzeit

von mindestens 3 Jahren nachweisen.

Wir bieten

• eine der interessantesten, vielseitigsten und

professionellsten Ausbildungen, die die Bundeswehr

zu bieten hat

• Zusammenarbeit mit international bekannten

Spezialeinheiten und Polizeikräften

• modernste Ausbildungseinrichtungen

• Ausbildungs- und Übungsphasen im Ausland

• Professionalität auf hohem internationalen Niveau

• moderne Bewaffnung und Ausrüstung

• verkürzte Beförderungszeiten

• Kommandozulage

• Prämiensystem

 

Eignungsfeststellungsverfahren Teil I (1 Woche)

• Computer Assisted Testing (CAT) und

psychologische Auswahltests

• Überprüfen der körperlichen Leistungsfähigkeit

- Physical Fitness Test (min. 3 Punkte pro

Einzeldisziplin, min. 20 Punkte gesamt)

- min. 5 Klimmzüge im Ristgriff

- 500 m Schwimmen in max. 15 min

- Überwinden der Hindernisbahn (Feldanzug, Helm) in

max. 1:40 min

- Fallschirmsprungturm

- 7 km Geländelauf im Feldanzug mit 20 kg Gepäck

10-wöchiges Vorbereitungsprogramm zur Vorbereitung

auf den zweiten Teil

Eignungsfeststellungsverfahren Teil II (8 Tage)

• 7 km Geländelauf im Feldanzug mit 20 kg Gepäck in

max. 52:00 min

• Überleben und Durchschlagen unter extremen

Belastungen (1 Woche)

Überlebenslehrgänge (3 Wochen)

• davor Kommandogrundlagenausbildung (8 Wochen)

Nach erfolgreichem Bestehen des gesamten

Eignungsfeststellungsverfahren erfolgt die Versetzung

zum KSK

Für zivile Bewerber:

• Teilnahme am Auswahlverfahren für die

Feldwebellaufbahn beim zuständigen Karrierecenter

der Bundeswehr

• Einstellung als Kommandofeldwebelanwärter am

„Ausbildungszentrum spezielle Operationen“ in

Pfullendorf. (01.01., 01.04., 01.07. und 01.10. jeden

Jahres) 36-monatige Ausbildung zum

Kommandofeldwebelanwärter /

Fallschirmjägerfeldwebelanwärter

• Anschließend: Teilnahme am

Eignungsfeststellungsverfahren KSK

• Nach Bestehen: Versetzung ins KSK und Beginn der

Kommandoausbildung

• Bei Nichtbestehen:

Einsatz als Infanteriefeldwebel im Heer

Basisausbildung: 2 Jahre

Ausbildung in Kommandokampf und Kommandokampftaktik

Fallschirmspringen, Nahkampf, Reaktionsschießen,

Sprengen, Ausbildung an ATV´s, Sturmbooten,

Motorschlitten etc.

Spezielle Sanitätsausbildung

Überleben in extremen Klimazonen

Spezialisierung bis zu 1 Jahr

Spezialisierung auf eine Verbringungsart in einem

unserer Spezialzüge (Land, Luft, Wasser, Hochgebirge)

individuelle Spezialisierung als:

Waffen-, Pionier-, Fernmelde- oder Sanitätsspezialist

Offiziere, Unteroffiziere m.P., Unteroffiziere o.P. und

Mannschaften:

• Bewerbungsbogen beim KSK anfordern oder

Mustervordruck aus GAIP 34-06-00

• Eine Ausfertigung über den nächsten Disziplinarvorgesetzten

an Ihre personalbearbeitende Stelle,

zweite Ausfertigung an das KSK - Leiter

Personalwerbung.

• Für Uffz o.P. und Mannschaften erfolgt die

Basisausbildung erst nach Abschluss der

Laufbahnausbildung zum FwSpezOp

Zivile Bewerber:

• Zivile Interessenten bewerben sich über Ihren

zuständigen Karriereberater

Persönliche Beratung

Kommando Spezialkräfte

Leiter Personalwerbung

Graf-Zeppelin-Kaserne

75365 Calw

Tel.: 07051/ 791 - 2160 o. 2168

FspNBw: 5220

Email: PWTCalw@bundeswehr.org

www.deutschesheer.de

 

Mit tiefer Trauer haben wir zur Kenntnis genommen, dass General a.D. Ulrich Wegener, der Gründer der GSG 9, am 28.12.2017 gestorben ist. Mit ihm verlieren die Spezialkräfte des Bundes einen vorbildlichen Führer, der mit seinen Wertvorstellungen von Pflichterfüllung, Bescheidenheit und Kameradschaft Generationen von Spezialkräften geprägt hat. Wir stehen in dieser traurigen Zeit in Gedanken an der Seite seiner Familie und seiner Kameraden.